In vielen Regionen Deutschlands wird in diesem Jahr kleinkörniges, so genanntes Schmachtkorn, geerntet. Sicher ist ein Mengenrückgang der Getreideernte gegenüber zum Vorjahr im zweistelligen Prozentbereich, erklärte der Verband Deutscher Mühlen e.V. (VDM), Bonn, in einer Pressemitteilung. Grund hierfür sei das Wetter: ein langes, kaltes Frühjahr mit anschließender langer Trockenheit und Hitze, gepaart mit Unwettern. Nach Angaben des VDM ist das Getreidepreisniveau, welches vor einigen Wochen bekannt gegeben wurde, bereits um 50 % überschritten. Zwangsläufig sei damit ein erhöhter Mehlpreis verbunden, da Getreide in der Mühlenkalkulation ca. 80 % der Gesamtkosten ausmache. Zustimmung erhält der VDM von Amin Werner, Hauptgeschäftsführer Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V., Berlin: "Die aktuelle Hitzewelle sorgt für hohe Ernteausfälle beim Getreide. Das verteuert den Hauptrohstoff. Und wenn dessen Preis steigt, müssen zwangsläufig auch Brot und Brötchen teurer werden." Das sieht der Deutsche Bauernverband e.V., Berlin, anders. Rohstoffknappheit sei bei den geringen Anteilen des Mehls am Brötchen- und Brotpreis kein Grund für die Veränderungen der Verbraucherpreise. Nach Friedhelm Schneider, Präsident des Hessischen Bauernverbandes, könne das teurere Brot an Lohnsteigerungen der Bäckereien und der Backwarenindustrie liegen.

Von: Backspiegel





Eine Seite zurück  |  Seitenanfang  |  Seite weiterempfehlen  |  Seite drucken  |  Letzte Änderung: 05.11.2007


 

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